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Leerungen: Unterschied zwischen den Versionen

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== Leerungsansicht ==
== Leerungsansicht ==


Die Übersicht der Leerungen ist [https://awm.infeo.at/collectionevent hier] einsehbar. Diese Listenansicht lässt sich über die Einstellungen individuell konfigurieren, um die Anzeige relevanter Felder sowie die Reihenfolge der Spalten an den jeweiligen Bedarf anzupassen.
Die Übersicht der Leerungen ist [https://awm.infeo.at/collectionevent hier] einsehbar. Diese Listenansicht lässt sich über die [https://awm.infeo.at/de/settings/collectionevents Einstellungen individuell] konfigurieren, um die Anzeige relevanter Felder sowie die Reihenfolge der Spalten an den jeweiligen Bedarf anzupassen.


{{Alert|type=Info|description= Bei vorhandenem '''Wiege- u. Identsystem''' sind insbesondere die erfassten Gewichtsdaten von Bedeutung.}}
{{Alert|type=Info|description= Bei vorhandenem '''Wiege- u. Identsystem''' sind insbesondere die erfassten Gewichtsdaten von Bedeutung.}}

Version vom 23. April 2026, 12:05 Uhr

Eine Leerung bezeichnet die exakte Identifizierung eines Abfallbehälters mittels RFID-Transponder. Durch diese Technik wird ein Behälter während des Entleerungsvorgangs durch ein Fahrzeug eindeutig identifiziert und registriert..

Leerungsansicht

Die Übersicht der Leerungen ist hier einsehbar. Diese Listenansicht lässt sich über die Einstellungen individuell konfigurieren, um die Anzeige relevanter Felder sowie die Reihenfolge der Spalten an den jeweiligen Bedarf anzupassen.

Info: Bei vorhandenem Wiege- u. Identsystem sind insbesondere die erfassten Gewichtsdaten von Bedeutung.

Durch Klicken auf die ID oder das Datum gelangt man direkt in die Detailansicht der jeweiligen Leerung.

Wichtig: Leerungen sind komplexe Objekte, die über zahlreiche Eigenschaften verfügen können. Entsprechend bietet das awm system eine Vielzahl an befüllbaren Feldern. Die nachfolgend erläuterten Felder in der Detailansicht sind identisch mit jenen aus der Listenansicht und sind die wichtigsten.

Beschreibung

Datum
Das Datum der Durchführung (Pflichtfeld).
Uhrzeit
Die exakte Uhrzeit des Vorgangs (Pflichtfeld).
Chipnummer DEZ
Die Dezimal-Darstellung der Chipnummer des Transponder am Behälter.
Chipnummer HEX
Die Hexadezimal-Darstellung der Chipnummer des Transponder am Behälter.
Chipnummer Alt DEZ / HEX
Felder wenn an einem Behälter zwei Transponder unterschiedlicher Hersteller und das Fahrzeug Duale Antennen hat. Dies wird zum Beispiel für die Umrüstung von Identsystemen verwendet.
Behälter ID
Die systeminterne Identifikationsnummer des Behälters. Mit dieser auch direkt in das Behälter-Objekt gesprungen werden kann.
Behälter
Bezeichnung oder Name des zugeordneten Behälters. Auch das Symbol zeigt, dass die Leerung mit einem Behälter im System verknüpft werden konnte
Sammelstelle
Die Adresse oder Bezeichnung der Sammelstelle, an der der Behälter zugeordnet ist.
Position
Die exakten GPS-Koordinaten des Schüttungsvorgangs.
Gewicht (kg)
Das durch das Wiegesystem der Schüttung am Fahrzeug in Kilogramm.
Füllgrad (%)
Schätzwert oder gemessener Wert des Füllstands zum Zeitpunkt der Leerung.
Störstoffbelastung
Angabe über Fehlwürfe oder Fremdstoffe im Behälter, wenn ein Störstoffscanner am Fahrzeug verbaut ist.
Fahrzeug
Die Nummer oder Kennung des Sammelfahrzeugs, das die Leerung durchgeführt hat (Pflichtfeld).
Tour
Zuweisung des Vorgangs zu einer spezifischen Sammeltour.
Bemerkung
Freitextfeld für zusätzliche Informationen oder Besonderheiten zum Vorgang. Kann auch mit der awm app erstellt werden.
Externe ID
Eindeutige Kennung von welchem System die Leerung gekommen ist und die Zuordnung aus dem Fremdsystem. Mehr dazu hier: MOBA-Integration_für_Identsysteme
Export-Status
Gibt an, ob der Datensatz bereits in nachgelagerte Systeme (z. B. Abrechnung) synchronisiert wurde.

Filterfunktionen der Leerungen

Um die Vielzahl an Informationen der Leerungen effizient zu verwalten, stehen umfangreiche Filteroptionen zur Verfügung. Diese ermöglichen es, die Ansicht auf spezifische Touren, Fraktionen oder Behältertypen einzugrenzen. Die Filter sind beliebig miteinander kombinierbar.

Adress-Filter

Am oberen Rand der Filtermaske befinden sich Textfelder zur geografischen Eingrenzung. Hier kann nach dem Namen der Sammelstelle, der Straße, der Hausnummer oder dem Ort gefiltert werden. Diese Felder dienen dazu, Leerungsdaten auf spezifische Adressbereiche zu reduzieren.

Stammdaten-Filter

Die primären Filter dienen der Eingrenzung nach organisatorischen und technischen Stammdaten:

Fahrzeug & Tour
Ermöglicht die Filterung nach spezifischen Fahrzeugen oder Touren, in welchen die Leerungen stattgefunden haben.
Fraktion
Hiermit wird die Ansicht auf bestimmte Fraktionen eingeschränkt (z. B. um ausschließlich Leerungen der Fraktion „Bioabfall“ zu analysieren).
Behältertyp & Volumen
Erlaubt die Selektion nach der Größe (z. B. 120 l, 240 l) und Eigenschaften der eingesetzten Behälter.

Tipp: Innerhalb dieser Filterlisten kann im jeweiligen Textfeld nach Schlagwörtern gesucht werden, um die Auswahl bei langen Listen zu beschleunigen.

Zeitlicher Filter

Über ein Von-Bis-Intervall wird der Zeitraum der angezeigten Daten festgelegt.

Schnellauswahl
Die Buttons H (Heute), G (Gestern), M (Aktueller Monat) und VM (Vormonat) ermöglichen eine schnelle zeitliche Navigation.
Standard-Zeitraum
Um die Systemperformance beim Laden großer Datenmengen zu optimieren, ist der Filter standardmäßig auf einen Zeitraum von 3 Monaten in die Vergangenheit voreingestellt.

Spezifische Filter

Schüttung
Filtert nach der technischen Seite der Schüttung (Links, Rechts, Verbund) oder der Art der Erfassung (z. B. Kran, Handlesegerät, Manuell).
Duplikate
Durch Aktivierung der Option „Nur Duplikate anzeigen“ werden Datensätze identifiziert, die basierend auf Fahrzeug, Chipnummer, Datum und Gewicht als redundant erkannt wurden.

Info: Die exakten Kriterien, ab wann eine Leerung als Duplikat gewertet wird, können in den Systemeinstellungen unter dem Punkt „Leerungen“ konfiguriert werden.

Sonstige Filter

Hier können gezielte Identifikationskriterien und Zusatzinformationen abgefragt werden:

Chipnummer und Behältername
Über Textfelder wird nach spezifischen Nummern oder Bezeichnungen gesucht. Eine Mehrfachnennung ist durch Trennung mit einem Semikolon ; möglich.
Zusatzinformationen
Ermöglicht die Volltextsuche innerhalb von Bemerkungsfeldern, Fehlertexten oder externen IDs.

Statusbasierte Filter

Im rechten Bereich der Ansicht kann die Liste nach qualitativen Merkmalen eingeschränkt werden. Diese Checkboxen sind kombinierbar:

Leerungen mit Behälter
Zeigt alle Leerungen an, denen im System ein aktiver Behälter zugeordnet werden konnte (Verknüpfung zwischen gelesener Chipnummer und Stammdaten vorhanden).
Leerungen ohne Behälter
Zeigt Leerungen an, bei denen die gelesene Chipnummer keinem Behälter im System zugeordnet werden konnte (fehlende „Verheiratung“).
Leerungen mit/ohne Chipnummer
Filtert Datensätze danach, ob das Feld Chipnummer einen Wert enthält oder leer ist.
Leerungen mit Chipnummer = 0
Wenn ein Ident-System einen Chip nicht lesen kann oder dieser defekt ist, wird häufig eine „0-Chipnummer“ (z. B. 0 oder 000000) ausgegeben. Dieser Filter isoliert diese fehlerhaften Lesungen zur Nachbearbeitung.
Weitere Status
Filterung nach vorhandenen GPS-Koordinaten, Kommentaren oder erkannten Übermengen.

Export von Leerungen

Leerungsdaten können für die Verwendung in externen Systemen exportiert werden. Hierzu muss in den Einstellungen unter dem Punkt Leerungen eine entsprechende Vorlage eingerichtet werden.

Konfiguration von Export-Vorlagen

Bei der Erstellung oder Bearbeitung einer Vorlage stehen folgende Funktionen zur Verfügung:

  • Spaltenkonfiguration: Jede Spalte kann – analog zur Listenansicht – individuell konfiguriert und in der Reihenfolge verschoben werden.
  • Spaltenbenennung: Für den Export können Spaltennamen bei Bedarf individuell umbenannt werden.
  • Statistik-Option: Mit dieser Funktion kann ein Pivot der Leerungen ausgegeben werden.
  • Vorlagenverwaltung: Über die Schaltfläche Neues Template erstellen lassen sich zusätzliche Export-Vorlagen definieren.
    • Um eine Vorlage dauerhaft zu sichern, muss die Schaltfläche Einstellungen Speichern betätigt werden.

Tipp: Kontaktiere unser Support-Team unter support@infeo.at oder +43 5522 37911-0 und profitiere von unserer jahrzehntelangen Erfahrung in der Abfallwirtschaft – wir unterstützen dich bei der Erstellung von Vorlagen, die exakt deine Anforderungen zugeschnitten sind. Standardmäßig ist stets ein Basis-Template vorhanden, welches entweder angepasst oder durch neue Vorlagen ergänzt werden kann..

Durchführung des Exports

Die Export-Funktion ist über das entsprechende Symbol erreichbar: .

Sobald auf Gefilterte Leerungen exportieren geklickt wird, öffnet sich ein Dialog, in dem die gewünschte Export-Vorlage ausgewählt werden kann.

Spezialfunktionen

Hinter dem Schraubenschlüssel-Symbol in der Leerungsübersicht verbergen sich administrative Funktionen, um Massendatenänderungen an den aktuell gefilterten Datensätzen vorzunehmen.

Vorsicht: Diese Funktionen wirken sich unmittelbar auf alle Datensätze aus, die durch die aktuelle Filterung eingeschlossen sind. Prüfe deine Filtereinstellungen daher sorgfältig, bevor du eine dieser Aktionen startest.

Funktionsübersicht

Duplikate in den gefilterten Leerungen löschen
Mit dieser Funktion werden doppelte Datensätze bereinigt. Ein Duplikat wird vom System erkannt, wenn Fahrzeug, Chipnummer, Datum, Uhrzeit und Gewicht identisch sind. Dies ist besonders hilfreich, wenn Daten versehentlich mehrfach importiert wurden. Auch hier ist es möglich einzustellen, was ein Duplikat ist.
Behälterzuordnung für gefilterte Leerungen aktualisieren
Wenn Behälter im System nachträglich „verheiratet“ oder Chipnummern geändert wurden, kann diese Funktion genutzt werden, um bereits vorhandene Leerungsdatensätze erneut mit den Behältern abzugleichen. Das System versucht dann, die Leerungen den korrekten Behältern zuzuordnen.
BDE-Präfix in den gefilterten/ausgewählten Leerungen entfernen
Diese Funktionen dienen der Bereinigung von Chipnummern, die mit einem Präfix gemäß BDE-Norm versehen sind.

Hintergrund: Die BDE-Norm

Sie BDE-Norm (Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft) definiert Standards für den Datenaustausch in der Entsorgungslogistik. Im Kontext von Ident-Systemen betrifft dies vor allem die Struktur der Chipnummern (Transpondernummern), die oft zusätzliche Länder- oder Herstellerkennungen enthalten.

  • Technische Einordnung: Während das awm system intern flexibel genug ist, um Chipnummern auch trotz vorhandener Präfixe korrekt mit den hinterlegten Behältern zu verknüpfen, ist dies bei vielen Fremdsystemen nicht der Fall.
  • Zweck der Funktion: Das Entfernen des BDE-Präfix dient daher primär der Datenreinheit und der Sicherstellung der Kompatibilität. Wenn Leerungsdaten für externe Partner oder Systeme exportiert werden, die eine „reine“ Chipnummer (ohne normspezifische Zusätze) erwarten, kann die Nummer hierauf automatisch gekürzt werden. Dies gewährleistet eine reibungslose Verarbeitung in der gesamten Prozesskette, auch außerhalb des awm-Ökosystems.