Leerungen
Eine Leerung bezeichnet die exakte Identifizierung eines Abfallbehälters mittels RFID-Transponder. Durch diese Technik wird ein Behälter während des Entleerungsvorgangs durch ein Fahrzeug eindeutig identifiziert und registriert.
Leerungsansicht
Die Übersicht der Leerungen ist hier einsehbar. Diese Listenansicht lässt sich über die Einstellungen individuell konfigurieren, um die Anzeige relevanter Felder sowie die Reihenfolge der Spalten an den jeweiligen Bedarf anzupassen.
Info: Bei vorhandenem Wiege- u. Identsystem sind insbesondere die erfassten Gewichtsdaten von Bedeutung.
Durch Klicken auf die ID oder das Datum gelangt man direkt in die Detailansicht der jeweiligen Leerung.
Wichtig: Leerungen sind komplexe Objekte, die über zahlreiche Eigenschaften verfügen können. Entsprechend bietet das awm system eine Vielzahl an befüllbaren Feldern. Die nachfolgend erläuterten Felder in der Detailansicht sind identisch mit jenen aus der Listenansicht und sind die wichtigsten.
Beschreibung
| Feldname im awm | Beschreibung |
|---|---|
| Datum | Das Datum der Durchführung (Pflichtfeld). |
| Uhrzeit | Die exakte Uhrzeit des Vorgangs (Pflichtfeld). |
| Chipnummer DEZ | Die Dezimal-Darstellung der Chipnummer des Transponders am Behälter. |
| Chipnummer HEX | Die Hexadezimal-Darstellung der Chipnummer des Transponders am Behälter. |
| Chipnummer Alt DEZ / HEX | Diese Felder werden genutzt, wenn an einem Behälter zwei Transponder unterschiedlicher Hersteller verbaut sind und das Fahrzeug über duale Antennen verfügt (z. B. bei der Umrüstung von Identsystemen). |
| Behälter ID | Die systeminterne Identifikationsnummer des Behälters. Über diese ID kann direkt in das entsprechende Behälter-Objekt gesprungen werden. |
| Behälter | Bezeichnung oder Name des zugeordneten Behälters. Das Symbol |
| Sammelstelle | Die Adresse oder Bezeichnung der Sammelstelle, der der Behälter zugeordnet ist. |
| Position | Die exakten GPS-Koordinaten des Schüttungsvorgangs. |
| Gewicht (kg) | Das vom Wiegesystem des Fahrzeugs ermittelte Gewicht in Kilogramm. |
| Füllgrad (%) | Schätzwert oder gemessener Wert des Füllstands zum Zeitpunkt der Leerung. |
| Störstoffbelastung | Angabe über Fehlwürfe oder Fremdstoffe im Behälter (erfordert einen verbauten Störstoffscanner am Fahrzeug). |
| Fahrzeug | Die Nummer oder Kennung des Sammelfahrzeugs, welches die Leerung durchgeführt hat (Pflichtfeld). |
| Tour | Zuweisung des Vorgangs zu einer spezifischen Sammeltour. |
| Bemerkung | Freitextfeld für zusätzliche Informationen oder Besonderheiten. Einträge können auch direkt über die awm app erstellt werden. |
| Externe ID | Eindeutige Kennung des Quellsystems und die zugehörige ID aus dem Fremdsystem. Weitere Details finden sich unter: MOBA-Integration_für_Identsysteme |
| Export-Status | Gibt an, ob der Datensatz bereits in nachgelagerte Systeme (z. B. Abrechnung) synchronisiert wurde. |
Filterfunktionen der Leerungen
Um die Vielzahl an Informationen der Leerungen effizient zu verwalten, stehen umfangreiche Filteroptionen zur Verfügung. Diese ermöglichen es, die Ansicht auf spezifische Touren, Fraktionen oder Behältertypen einzugrenzen. Die Filter sind beliebig miteinander kombinierbar.
| Filtergruppe / Feld | Beschreibung | Hinweise / Tipps |
|---|---|---|
| Adress-Filter | ||
| Sammelstellen-Details | Suche nach Name (Sammelstelle), Straße, Hausnummer oder Ort. | Dient der geografischen Eingrenzung der Leerungsdaten auf bestimmte Gebiete oder Adressen. |
| Stammdaten-Filter | ||
| Fahrzeug & Tour | Filterung nach Fahrzeugen oder Touren, in denen die Leerungen stattfanden. | Tipp: Innerhalb der Filterlisten kann im Textfeld nach Schlagwörtern gesucht werden, um die Auswahl zu beschleunigen. |
| Fraktion | Einschränkung der Ansicht auf bestimmte Fraktionen. | Ermöglicht die gezielte Analyse von Leerungszahlen pro Abfallart (z. B. Bioabfall). |
| Behältertyp & Volumen | Selektion nach Größe (z. B. 120 l) und technischen Eigenschaften der Behälter. |
Hilfreich, um Leerungen spezifischer Behälterklassen auszuwerten. |
| Zeitliche Filter | ||
| Datum & Schnellauswahl | Zeitraumfestlegung über Von-Bis-Intervall oder Kurz-Buttons (H=Heute, G= Gestern, M=Monat, VM=Vormonat). | Info: Der Standardfilter ist auf 3 Monate voreingestellt, um die Performance beim Laden großer Datenmengen zu optimieren. |
| Spezifische Filter | ||
| Schüttung | Filterung nach Seite (Links, Rechts, Verbund) oder Erfassungsart (Kran, Manuell, etc.). | Unterstützt die technische Kontrolle der eingesetzten Ident-Hardware. |
| Duplikate | Option „Nur Duplikate anzeigen“ isoliert Datensätze, die als redundant erkannt wurden. | Info: Kriterien für Duplikate (Fahrzeug, Chip, Zeit, Gewicht) sind in den Einstellungen unter „Leerungen“ konfigurierbar. |
| Sonstige Filter & Status | ||
| Chipnummer / Name | Suche nach Chipnummern oder Behälternamen (Mehrfachnennung mit ; möglich). |
Ermöglicht die gezielte Suche nach spezifischen Behältern oder Listen von Chipnummern. |
| Zusatzinformationen | Suche in Bemerkungsfeldern, Fehlertexten oder externen IDs. | Hilfreich bei der Fehlersuche oder für den Abgleich mit IDs aus Drittsystemen. |
| Behälter-Status | Filterung nach „Leerungen mit Behälter“ (zugeordnet) oder „Leerungen ohne Behälter“. | Tipp: „Leerungen ohne Behälter“ zeigt fehlende „Verheiratungen“ zwischen Chip und Behälterobjekt auf. |
| Chip-Status | Filter nach Leerungen mit/ohne Chipnummer oder explizit nach „0-Chips“. | „0-Chips“ treten auf, wenn der Transponder defekt ist oder vom Ident-System nicht gelesen werden konnte. |
| Leerung ohne Behälter & Chip | Filter nach "Leerungen ohne Chipnummer" und "ohne Behälter". | Diese Leerungen treten auf, wenn der Behälter nicht bechipt ist. |
| Qualitative Merkmale | Filterung nach GPS-Koordinaten, Kommentaren oder Übermengen. | Diese Checkboxen sind beliebig kombinierbar, um die Datenqualität zu prüfen. |
Export von Leerungen
Leerungsdaten können für die Verwendung in externen Systemen exportiert werden. Hierzu muss in den Einstellungen unter dem Punkt Leerungen eine entsprechende Vorlage eingerichtet werden.
Konfiguration von Export-Vorlagen
Bei der Erstellung oder Bearbeitung einer Vorlage stehen folgende Funktionen zur Verfügung:
- Spaltenkonfiguration: Jede Spalte kann – analog zur Listenansicht – individuell konfiguriert und in der Reihenfolge verschoben werden.
- Spaltenbenennung: Für den Export können Spaltennamen bei Bedarf individuell umbenannt werden.
- Statistik-Option: Mit dieser Funktion kann ein Pivot der Leerungen ausgegeben werden.
- Vorlagenverwaltung: Über die Schaltfläche Neues Template erstellen lassen sich zusätzliche Export-Vorlagen definieren.
- Um eine Vorlage dauerhaft zu sichern, muss die Schaltfläche Einstellungen Speichern betätigt werden.
Tipp: Kontaktiere unser Support-Team unter support@infeo.at oder +43 5522 37911-0 und profitiere von unserer jahrzehntelangen Erfahrung in der Abfallwirtschaft – wir unterstützen dich bei der Erstellung von Vorlagen, die exakt deine Anforderungen zugeschnitten sind. Standardmäßig ist stets ein Basis-Template vorhanden, welches entweder angepasst oder durch neue Vorlagen ergänzt werden kann.
Durchführung des Exports
Die Export-Funktion ist über das entsprechende Symbol erreichbar:
.
Sobald auf Gefilterte Leerungen exportieren geklickt wird, öffnet sich ein Dialog, in dem die gewünschte Export-Vorlage ausgewählt werden kann.
Spezialfunktionen
Über das Schraubenschlüssel-Symbol
können administrative Aktionen für die aktuell gefilterten oder ausgewählten Datensätze durchgeführt werden.
Vorsicht: Diese Funktionen führen Massenänderungen an den Daten durch. Prüfe vor der Ausführung unbedingt, ob deine Filtereinstellungen korrekt sind.
| Funktion | Beschreibung | Hinweise |
|---|---|---|
| Duplikate löschen | Bereinigt doppelte Datensätze in der aktuellen Auswahl. Ein Duplikat wird anhand von Fahrzeug, Chipnummer, Datum, Uhrzeit und Gewicht identisch identifiziert. | Hilfreich bei versehentlichen Mehrfach-Importen. Die Duplikat-Kriterien sind in den Einstellungen konfigurierbar. |
| Behälterzuordnung aktualisieren | Gleicht die vorhandenen Leerungsdatensätze erneut mit den Stammdaten der Behälter ab. | Wird verwendet, wenn Behälter nachträglich „verheiratet“ oder Chipnummern korrigiert wurden, um die Zuordnung zu heilen. |
| BDE-Präfix entfernen | Kürzt Chipnummern, die mit einem Präfix gemäß BDE-Norm importiert wurden, auf den relevanten Teil. |
Die BDE-Norm
Die BDE-Norm (Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft) definiert Standards für den Datenaustausch in der Entsorgungslogistik. Im Kontext von Ident-Systemen betrifft dies vor allem die Struktur der Chipnummern (Transpondernummern), die oft zusätzliche Länder- oder Herstellerkennungen enthalten.
- Technische Einordnung: Während das awm system intern flexibel genug ist, um Chipnummern auch trotz vorhandener Präfixe korrekt mit den hinterlegten Behältern zu verknüpfen, ist dies bei vielen Fremdsystemen nicht der Fall.
- Zweck der Funktion: Das Entfernen des BDE-Präfix dient daher primär der Datenreinheit und der Sicherstellung der Kompatibilität. Wenn Leerungsdaten für externe Partner oder Systeme exportiert werden, die eine „reine“ Chipnummer (ohne normspezifische Zusätze) erwarten, kann die Nummer hierauf automatisch gekürzt werden. Dies gewährleistet eine reibungslose Verarbeitung in der gesamten Prozesskette, auch außerhalb des awm-Ökosystems.